Internationale Meisterkurse
Meisterkurs Violine
Prof.
Nurit Stark
Professorin Stark ist es ein großes Anliegen die Neugier auf das zu wecken, was hinter den Noten steht und es im Zusammenspiel von Fantasie, Technik und dem ganzen Körper zu interpretieren.
Datum
22.–27. Februar 2027
Anreise: 13:00-15:00
Abreise: nach dem Mittagessen
Teilnahme
  • Meisterklasse, Einzelunterricht mit Korrepetition
  • Technik und Interpretation
  • Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Kompositionen
  • Abschlusskonzert
  • Mindestens 3x 45 Minuten Einzelunterricht garantiert
  • Kurs Repertoire frei wählbar, 3-4 Stücke, mindestens 1 Solo Stück (ohne Begleitung), wärmstens empfohlen: ein zeitgenössisches Solo Werk (gerne kann ein Stück von Prof. Stark empfohlen werden)
  • Bitte bei Anmeldung einen Videolink angeben
Kursgebühr
Aktive Teilnahme:
648 € 
inkl. Unterkunft/Verpflegung
Zuschlag Einzelzimmer: 75 €
Passive Teilnahme:
497.5 €
inkl. Unterkunft/Verpflegung
Zuschlag Einzelzimmer: 75 €
Anfrage für Tageshörer hier
Über den Kurs

Die Fingerspitzen meiner schreibenden Finger werden ganz ungeduldig und aufgeregt: herauszufinden, welchen Weg sie nehmen werden, welche Wörter und Sätze aus ihnen hervorkommen, wie sie zwischen Gedanken und Ideen Verbindungen schaffen und sie voneinander unterscheiden, ob sie am Ende einen Punkt oder ein Komma setzen werden. Mit derselben Neugier werden wir gemeinsam durch einfache und zugleich herausfordernde Prinzipien des Geigenspiels und des Musizierens gehen.
Und genau so ist „Der unerreichbare Horizont der Fantasie“ unser Hauptbestandteil der gemeinsamen Arbeit – technisch und geistig. Die Neugier auf das Hören, auf den Körper, auf die Bewegung, den Raum und den Kontext der verschiedensten Werke, Konzepte und Projekte (sei es historisch, persönlich, musikalisch, politisch oder sozial) ist dafür unerlässlich und bedarf in ihrer Gesamtheit der Begleitung und Entwicklung.
Ich glaube auch fest daran, dass der Weg der Studierenden mit der Etablierung eines starken Sinns für unsere Gegenwart beginnt. Darin leben wir. Von dort aus schauen wir in alle Zeitrichtungen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Hier sind einige einfache Prinzipien, die wir in unsere Arbeit mit der Geige integrieren werden:

  • Der Kreis des Atems – Verbinde dich!
  • Akustik, Schwingung, Bewegung, Ausdehnung – hör zu, imagine!
  • Die Hand und die Gegenhand – die perfekte Kollaboration!
  • Kontextuelle Aspekte – Inspiration
  • Fragen stellen, Schönheit suchen – eher als Antworten finden!
  • Geschichten erzählen – meine eigene Interpretation!
Öffentliches Werkstattkonzert
26.02.2027 19:00
Burgsaal Wewelsburg
- Eintritt frei -
Zum Konzert
Kursleitung

Die in Israel geborene Geigerin und Bratschistin Nurit Stark studierte bei Ilan Gronich an der Universität der Künste Berlin, beim Alban Berg Quartett an der Hochschule für Musik Köln, bei Haim Taub an der Rubin Akademie Tel Aviv und bei Robert Mann an der Juilliard School New York.

Als Solistin trat sie mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, dem Münchner Rundfunkorchester unter Dmitry Sitkovetsky, den Bremer Philharmonikern, dem São Paulo Symphony Orchestra, dem Symphony Orchestra of India, dem Lithuanian Chamber Orchestra, dem Orchestra da Camera di Mantova, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim sowie dem Nordharzer Städtebundtheater-Orchester auf.

Bei Festivals wie dem Schleswig Holstein Musik Festival, der Festspiele Mecklenburg Vorpommern, dem Lockenhaus Kammermusikfest, dem Rheingau Musik Festival, der Donaueschinger Musiktage, dem internationale Tschechow Festival Moskau, war sie zu Gast und gab Konzerte sowohl als Solistin als auch Kammermusikerin in den wichtigsten Sälen Europas, der USA, Asiens  und Israels wie Carnegie Hall New York, Philharmonie Berlin, Konzerthaus Wien, Mozarteum Salzburg, Palais des Beaux Arts Brüssel.

Stark widmet sich der alten Musikpraxis sowie dem zeitgenössischen Schaffen.  U.a. arbeitet sie regelmäßig mit KomponistInnen (G. Kurtág, P. Ablinger, I. Mundry, S. Gubaidulina, J. Walshe, S. Sciarrino, C. Bauckholt, B. Furrer, V. Silvestrov, S. Eldar, B. Dean,) RegisseurInnen (P. Sellars, D. Marton, H.J. Syberberg), bildenden KünstlerInnen (I. Robson, J. Mehretu), zahlreichen InstrumentalistInnen, SängerInnen (C. Melzer, V. Vitrenko, J. Kuljic), Live Elektronik (A. Muller, D. Poissonier) und intermedial arbeitenden Künstlern (G. Nussbaumer, P. Ablinger, D. Rothma, M. Tsangaris)) zusammen und hat zahlreiche Werke zur Uraufführung gebracht. Ihrer langjährigen Tätigkeit als überzeugte Interpretin und Performerin zeitgenössischer, transmedialer Kunstformen liegt eine ausgeprägte ungarisch/rumänische musikalische Erziehung (die auf Intervall-Gesang, einem reichen Klang und Qualitäten traditioneller Volksmusik beruhen).

Sie war Preisträgerin des George Enescu Wettbewerbes in Bukarest, des Leopold Mozart Wettbewerbs in Augsburg und des Ibolyka Gyarfas Wettbewerbs in Berlin. Für ihre Aufnahme bei BIS Records der Kafka Fragmente von György Kurtág erhielt sie gemeinsam mit der Sopranistin Caroline Melzer den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Schon früh gilt ihre Leidenschaft auch der Begleitung der jüngeren MusikerInnen-Generationen, regelmäßig gibt sie internationale Meisterkurse. 2019 nimmt sie zudem eine Professur für Violine an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart an, wo sie bis 2024 Kollaborationen mit dem Campus Gegenwart (vor allem im experimentellen Performance Bereich), der Theaterschule, der Kompositionsklasse und dem Studio Neue Musik pflegte. 2023 bis 2026 belegte sie eine weitere Professur für Violine an der Haute École de musique de Genève, wo sie zahlreiche Projekte initiierte, die die Studierenden von der ganzen Hochschule verbindet. Außerdem integriert sie ihre aktuellen sowie ehemaligen Studierenden in ihre Konzert- und Performance Tätigkeit. Ab Sommer 2026 gehört sie zum Fakultätsteams des Sommerfestivals Yellow Barn in Vermont, USA und arbeitet dort im Rahmen des Young Artist Program.

Sie spielt eine „Petrus Guarnerius di Mantua“ Violine (1710).